Satelliten und die ISS: wandernde Lichter erkennen
Wie man Satelliten von Flugzeugen und Meteoren unterscheidet, wann die ISS sichtbar ist und warum Satelliten mitten am Himmel verschwinden.
An jedem dunklen Abend sieht man alle paar Minuten einen Satelliten: einen ruhigen Lichtpunkt, der durch die Sterne gleitet.
Satellit, Flugzeug oder Meteor?
- Satellit: ruhig, keine Blinklichter, quert den Himmel in einigen Minuten, lautlos.
- Flugzeug: rote und grüne Positionslichter und ein blinkender weißer Blitz.
- Meteor: ein Strich, der höchstens eine Sekunde dauert.
Warum sie auftauchen und verschwinden
Satelliten leuchten nur durch reflektiertes Sonnenlicht. Man sieht sie in den ersten Stunden nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang, wenn der Himmel über Ihnen dunkel ist, der Satellit in Hunderten Kilometern Höhe aber noch in der Sonne steht. Ein Satellit, der mitten am Himmel verblasst, ist gerade in den Erdschatten eingetreten.
Die ISS
Die Internationale Raumstation ist etwa so groß wie ein Fußballfeld und kreist in rund 420 km Höhe alle 92 Minuten um die Erde. Sie überstrahlt alles außer Mond und Venus. Ein guter Überflug dauert 4–6 Minuten und führt hoch über den Himmel. Die ISS-Seite zeigt sichtbare Überflüge für Ihren Ort.
Starlink-Ketten
Kurz nach dem Start fliegen Starlink-Satelliten in einer engen Reihe, ein paar Tage lang ein spektakulärer Anblick. Später verteilen sie sich und werden schwächer. Sie hellen zudem den Himmelshintergrund für Astronomen auf, weshalb die Helligkeit von Satelliten heute ein aktives Forschungsthema ist.