Polarlichter fotografieren

Handy-Nachtmodus oder Kamera auf Stativ: die Einstellungen, die funktionieren, und warum die Kamera mehr Farbe sieht als Sie.

Geprüft: 29. Oktober 2026

Kameras sammeln Licht über Sekunden, deshalb zeigen sie Polarlichter oft heller und grüner als das Auge. So wird selbst ein Handy zum guten Polarlicht-Detektor.

Mit dem Handy

  1. Legen Sie das Handy auf etwas Festes oder nutzen Sie ein kleines Stativ; auch eine Jacke auf dem Autodach geht.
  2. Aktivieren Sie den Nachtmodus (iPhone) bzw. Nachtsicht/Astro (Android) mit der längsten Belichtung (3–30 s).
  3. Blitz aus, auf ein fernes Licht oder den Horizont tippen und die Belichtung etwas senken, falls das Bild ausgewaschen wirkt.
  4. Ruhig halten, bis die Aufnahme fertig ist.

Mit der Kamera

  • Manuell fokussieren auf einen hellen Stern (am Display vergrößern), dann den Ring fixieren.
  • Offene Blende (f/1,4–f/2,8), ISO 1600–3200.
  • Belichtung 2–10 s bei aktiven, schnellen Polarlichtern; 10–20 s für schwache Bögen. Länger verwischt die Vorhänge.
  • RAW fotografieren, Weißabgleich etwa 3500–4000 K.
  • 2-Sekunden-Selbstauslöser oder Fernauslöser gegen Verwackeln.

Bildgestaltung

Nehmen Sie etwas im Vordergrund mit: einen Baum, eine Spiegelung im See, eine Hütte. Richten Sie sich zum polwärtigen Horizont (auf der Nordhalbkugel nach Norden), prüfen Sie die Aussicht für heute Nacht und dimmen Sie zwischen den Aufnahmen das Display.